«Taking good care of the presence, we can even transform the past.»

Thich Nhat Hanh

Details über die Birth into Being-Methode


Die Birth-Into-Being-Methode ist ein einzigartiges System von Techniken und Prinzipien, die es ermöglichen, einschränkende Auswirkungen negativer und belastender Erfahrungen, die im Laufe unseres Lebens in unserem Nervensystem gespeichert wurden, rückgängig zu machen. Techniken und Prinzipien, die uns Zugang zu bisher ungenutzten emotionalen, mentalen und körperlichen Potentialen und Fähigkeiten verschaffen.

 

Wir sind nicht das „Produkt“ unserer Gene, sondern vielmehr das „Produkt“ unserer Erfahrungen. Auch wenn wir uns an viele dieser Erfahrungen gar nicht bewusst erinnern. Und auch wenn einige unserer frühesten und zugleich wichtigsten Erfahrungen bereits so lange zurückliegen, dass wir uns kaum vorstellen können, dass sie heute noch Einfluss auf uns haben.

 

Viele unserer Gefühle, Gedanken und gewohnten Verhaltensweisen, aber auch bestimmte Stressreaktionen, die unser Körper in manchen Situationen zeigt, sind Antworten auf etwas, das wir in der Vergangenheit erlebt haben. Antworten auf etwas, das mit unserem heutigen Leben im Grunde nichts oder nur wenig zu tun hat.

 

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Stress auslösende Erlebnisse, denen wir alle als Fötus im Bauch unserer Mutter, während unserer Geburt, im Laufe unserer Kindheit und Jugend und ebenso in bestimmten Situationen auch noch im Erwachsenenalter ausgesetzt sind, starke Eindrücke in unserem Nervensystem hinterlassen. Eindrücke, die uns normalerweise für den Rest unseres Lebens begleiten.

 

Diese Eindrücke werden zu einem Teil unseres Selbst- und Weltbildes. Sie werden zu einem Teil dessen, was wir an die kommenden Generationen weitergeben. Sie beeinträchtigen uns nicht nur im privaten und beruflichen Alltag, sondern haben auch starken Einfluss auf die physiologischen Abläufe in unserem Körper, so dass sie letztlich sogar darüber entscheiden können, ob es bei der Geburt unserer Kinder zu Komplikationen kommt.

 

Wir können das, was uns geprägt hat, nicht ungeschehen machen. Jedoch können wir, mit Hilfe der Birth-Into-Being-Methode, die Prägungen verändern, die diese Erfahrungen in uns hinterlassen haben. Wir können das loslassen, was uns bisher, zumindest in einigen Situationen, schwer oder unmöglich gemacht hat, uns so zu fühlen wie wir uns fühlen wollen, die Wirkung auf andere Menschen zu haben, die wir haben wollen und die Ergebnisse im Leben zu erzielen, die wir uns wünschen.

 

Überblick

 

Jede angenehme oder unangenehme Erfahrung, die wir im Laufe unseres Lebens machen, hinterlässt Spuren in uns. Spuren, die unser Denken, unser Fühlen und unser bewusstes und unbewusstes Verhalten beeinflussen. Wobei Erfahrungen, die deutlichen Stress in uns auslösen, uns emotional belasten oder sogar traumatisierend wirken, besonders tiefe Spuren hinterlassen. Spuren, die selbst dann noch Einfluss auf uns haben, wenn wir uns an die Erfahrungen, die Auslöser und Ursache für diese Spuren sind, schon längst nicht mehr erinnern.

 

Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen, dass Erlebnisse, die wir als Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch bereits als Fötus im Mutterleib, bei der Geburt und als Säugling gemacht haben, uns für den Rest unseres Lebens beeinflussen. Denn so wie wir nach unserer Geburt durch äußere Einflüsse geprägt und beeinflusst werden, werden wir vor unserer Geburt – noch viel unmittelbarer – von innen geprägt. Weil jeder Gefühlszustand unserer Mutter und damit alle Gefühle, die andere Menschen und äußere Bedingungen in ihr auslösen, sich durch unsere Verbindung zu ihrer Körperchemie direkt auf uns überträgt.

 

Die Auswirkungen von Erlebnissen, die Stress bei uns ausgelöst, uns belastet oder sogar traumatisiert haben, werden als Teil unseres Selbst- und Weltbildes gespeichert. So dass auch früheste Prägungen (die während der Schwangerschaft, der Geburt und in der Zeit bis zum dritten Lebensjahr stattgefunden haben), bis heute immer noch Einfluss auf uns haben. Einfluss darauf, wie wir uns in den verschiedenen Situationen unseres Lebens fühlen, was wir denken und wie wir auf das, was wir erleben, bewusst und unbewusst reagieren. Aber auch Einfluss auf biologische Funktionen und Abläufe in unserem Körper.

 

Die Muster und Strukturen, die im Laufe unseres Lebens in uns verankert wurden, entscheiden wesentlich darüber, in welchen Situationen wir uns sicher und in welchen Situationen wir uns unsicher oder angegriffen fühlen. Sie haben Einfluss darauf, was uns im Leben leicht und was uns schwer fällt. Welche positiven und negativen Gefühle wir im Leben suchen und welche Situationen wir bewusst oder unbewusst herbeiführen, um diese Gefühle zu erleben. Ob wir das, was wir im Leben tun, wirklich für uns selbst tun, oder um Anerkennung von anderen zu bekommen. Und natürlich, welches Selbst- und Weltbild wir anderen vermitteln und damit auch, welches Selbst- und Weltbild wir an unsere Kinder weitergeben.

 

Unsere inneren Muster und Strukturen haben Einfluss darauf, mit welchen Menschen wir problemlos zurechtkommen und mit welchen Menschen wir, zumindest in bestimmten Situationen, Schwierigkeiten haben. Unsere Muster entscheiden, ob wir ausgeglichen oder cholerisch, emotional oder verstandesorientiert, eifersüchtig oder entspannt, extrovertiert oder introvertiert sind. Und ebenso, ob wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen, oder sie, vielleicht auch nur hin und wieder, ausblenden oder unterdrücken. Und diese Muster und Strukturen können sogar ausschlaggebend dafür sein, ob es bei der Geburt unserer Kinder zu Komplikationen kommt.

 

Unsere inneren Muster entscheiden darüber, in welchem Ausmaß wir in der Lage sind, uns selbst und anderen Menschen zu vertrauen. Ob wir Nähe zu anderen Menschen zulassen, oder uns hinter einem Schutzpanzer verstecken. Ob wir in einer funktionierenden Partnerschaft leben und beruflich erfolgreich sind, oder ob wir in einem dieser Bereiche mit Widerständen zu kämpfen haben. Ob es uns leicht oder schwer fällt, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und ihre Motive und ihr Verhalten zu verstehen. Und natürlich auch, ob wir in der Lage sind, unseren eigenen Bedürfnissen ebenso Rechnung zu tragen wie den Bedürfnissen anderer Menschen.

 

Birth Into Being ermöglicht es uns, Gefühlsreaktionen, Denk- und Verhaltensmuster und bis zu einem gewissen Grad sogar körperliche Strukturen dauerhaft zu verändern. Unabhängig davon, in welchem Alter die Ereignisse stattgefunden haben, die diese Muster und Strukturen verursacht haben. Und unabhängig davon, ob sie lediglich durch Stress oder tatsächlich durch traumatisierende Erlebnisse ausgelöst wurden. Aber auch unabhängig davon, ob diese Strukturen bewusst oder unbewusst ablaufen. Und ebenfalls unabhängig davon, ob ein Muster ständig in uns wirkt, oder sich nur in bestimmten Situationen bemerkbar macht.

 

Wir können einschränkende und negative Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens als Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemacht haben, nicht ungeschehen machen. Doch wir können mit Hilfe von Birth Into Being die Spuren löschen, die das, was wir in der Vergangenheit erlebt haben, in uns hinterlassen hat. Und wir können auf diese Weise die inneren Steuermechanismen auflösen, die es uns schwer machen oder verhindern, dass wir in jeder Hinsicht das Leben bekommen, was wir uns wünschen und der Mensch sein können, der wir für uns selbst und andere Menschen sein wollen.

 

Limbische Prägung

 

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass unser Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle nicht einfach nur Reaktionen auf die äußeren Bedingungen und Einflüsse sind, denen wir im Alltag begegnen. Sondern dass in Wirklichkeit eine Art „Blaupause“, also ein „Grundschema“ oder auch eine „Schablone“, existiert, die uns beeinflusst. Eine Blaupause, die in ihren Grundzügen bereits in der ersten Phase unseres Lebens, in der Zeit zwischen der Befruchtung der Eizelle und dem dritten Lebensjahr, angelegt wird. Eine Blaupause, die durch Erfahrung entsteht und die dementsprechend nicht genetisch vorgegeben ist.

 

Diese Blaupause, wird als „Limbische Prägung“ oder auch „Limbischer Imprint“ bezeichnet. Weil sie dem „limbischen System“ zuzuordnen ist und damit dem Bereich unseres Gehirns, der für unsere Emotionen zuständig ist. Was bedeutet, dass unser Verstand (und damit unser Kortex) keinerlei Kontrolle über sie hat.

 

Der Limbische Imprint wird im Laufe unseres Lebens nur noch selten grundlegend verändert. Er wird jedoch erweitert und modifiziert, wann immer wir intensive und überlebensrelevante Erfahrungen machen. So dass insbesondere Stress auslösende, emotional belastende, stark irritierende, peinliche, (existenz)bedrohliche oder traumatisierende Erlebnisse, denen wir im Laufe unserer Kindheit, unserer Jugend oder natürlich auch im Erwachsenenalter ausgesetzt sind, dem hinzugefügt werden, was bereits in unserer Limbischen Prägung gespeichert ist.

 

Der Limbische Imprint ist ein biologischer Mechanismus, der dazu dient, Steuermechanismen zur Verfügung zu stellen, die uns dabei helfen sollen, mit der Umwelt und der Gesellschaft, in der wir leben, zurecht zu kommen. Und er ermöglicht uns, in geradezu unglaublich kurzer Zeit extrem viel über die Umstände zu lernen, in die wir hineingeboren werden. Er führt allerdings auch dazu, dass Eindrücke, die durch negative Erlebnisse ausgelöst wurden, zu einem Bestandteil unserer Sicht der Realität und damit auch zu einem Teil unseres Selbstbildes werden. So dass im Limbischen Imprint auch vieles gespeichert wird, was uns im späteren Leben im Weg steht.

 

Der Limbische Imprint speichert ab, wie wir uns mit der Welt, so wie wir sie erlebt haben, mit all ihren vorgegebenen Möglichkeiten und Grenzen, zu arrangieren haben. Er speichert ab, auf welche Hindernisse und Schwierigkeiten wir uns einstellen müssen. Und in diesem Sinne speichert der Limbische Imprint ein emotionales Bild dessen ab, was wir von der Welt zu erwarten haben. Ein Bild dessen, worauf wir uns einstellen und vorbereiten müssen. Ein Bild dessen, wie wir mit der Welt und anderen Menschen umzugehen und auf sie – bewusst oder unbewusst – zu reagieren haben.

 

Der Limbische Imprint unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Strategien. Zwischen funktionierenden Strategien und Strategien, die letztlich nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen. Dem Limbischen Imprint ist egal, was unser Verstand über die Situationen, die wie erleben, denkt. Und er unterscheidet nicht, was tatsächlich gut und was eigentlich schlecht für uns ist. Stattdessen nimmt er einfach nur kritiklos die Eindrücke auf, mit denen er geprägt wird.

 

Die Limbische Prägung spiegelt zu einem erheblichen Teil das wider, was wir während der Schwangerschaft im Bauch unserer Mutter, durch die enge Verbindung mit ihrer Körperchemie, und damit auch zu ihren Gefühlen, in unserem System verankert haben. Durch die Verbindung nicht nur zu ihrer Liebe und Freude, sondern auch zu ihren Sorgen und Ängsten. Unser Limbischer Imprint ist geprägt durch unsere Reaktion auf die Lebens- und Überlebensmuster unserer Mutter. Durch unsere Reaktionen auf ihre Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen, die damit zu tun haben, wie die Welt ihrer Ansicht nach funktioniert und an welche Regeln man sich zu halten hat. Durch unsere Reaktionen auf ihre Gefühle sich selbst, ihrem Partner, anderen Menschen und natürlich den Situationen gegenüber, die sie erlebt.

 

Unsere limbische Prägung spiegelt wieder, wie wir unsere Geburt und die Tage und Wochen nach unserer Geburt, als erstes direktes Auseinandersetzen mit der äußeren Welt, erlebt haben. Und damit natürlich auch, welche Gefühle unsere Mutter, unser Vater und andere Menschen, denen wir in dieser Zeit begegnen, in uns auslösen. Und was durch die äußeren Umstände, denen wir ausgesetzt sind, in uns ausgelöst wird. Denn zu dem Zeitpunkt, zu dem wir auf die Welt kommen, ist unsere Sinneswahrnehmung 150-mal sensibler, als bei jedem Erwachsenen. So dass jede Prägung, die wir zu diesem Zeitpunkt erhalten, besonders starken Einfluss auf uns hat.

 

Zu einem erheblichen Teil beinhaltet unser Limbischer Imprint darüber hinaus aber auch emotionale Muster und Vorstellungen, die wir in den ersten drei Lebensjahren bei der Beobachtung unserer Mutter, unseres Vaters und anderer Menschen, mit denen wir aufgewachsen sind, in unser Bild der Welt integriert haben.

 

Im weiteren Verlauf unseres Lebens speichert unser Limbischer Imprint unsere Reaktionen auf negative Ereignisse, Traumata, sowie Schreck-, Schock- und Bedrohungssituationen und ganz allgemein eindrückliche schlechte Erfahrungen ab, die wir im Kindheits-, Jugend- und Erwachsenenalter erleben. So dass Erlebnisse, die deutlichen Stress, Ängste oder Hilflosigkeit in uns auslösen, dauerhaften Einfluss auf uns haben. Mit dem Ziel, uns vor zukünftigen Gefahren zu schützen. Und mit dem Nebeneffekt, dass entsprechende frühere Prägungen in vielen Fällen bestätigt und verstärkt werden.

 

Mit Hilfe von Birth Into Being sind wir in der Lage, uns von einschränkenden, hemmenden und blockierenden Einflüssen unserer Vergangenheit zu befreien. Wir können dafür sorgen, dass innere Muster und Strukturen, die uns bisher, bewusst oder unbewusst, Energie gekostet haben, den Einfluss verlieren, den sie bisher auf unser Leben hatten. Und wir können auf diese Weise die Ursachen vieler alltäglicher und nicht-alltäglicher Widerstände und Probleme dauerhaft auflösen. Weil es niemals unsere Geschichte ist, die Probleme und Hindernisse im Hier und Jetzt bewirkt. Sondern das, was unsere Geschichte in uns ausgelöst hat und heute noch als emotionales Bild in unserem Nervensystem gespeichert ist.

 

Die Techniken der Birth-Into-Being-Methode ermöglichen es uns, unsere Limbischen Prägung zu verändern, indem sie sich die Funktionsweise der Limbischen Prägung zunutze machen. Indem sie auf alte, negative Bilder, die in unserer Limbischen Prägung gespeichert sind, zugreifen. Und neue, positive Bilder und starke konstruktive und dabei zugleich harmonische Impulse in unserem Nervensystem verankern. Und auf diese Weise bisherigen Prägungen ihre Bedeutung nehmen. Und somit innere Steuermechanismen auflösen, die es uns bisher schwer machen oder verhindern, dass wir in jeder Hinsicht das Leben bekommen, was wir uns wünschen und der Mensch sein können, der wir für uns selbst und andere Menschen sein wollen.


Diese sehr detaillierte Ausführung über die Birth into Being-Methode, die ich hier auszugsweise wiedergebe, schreibt Stefan Liekam auf der deutschen Birth into Being-Website.

Vielen Dank, lieber Stefan, für diese detaillierten und ausführlichen Erläuterungen!


noch mehr Informationen über die Birth into Being-Methode findest du auf der deutschen Website www.birthintobeing.de und auf der englischen Website www.birthintobeing.com .